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2012 - Der Film

Explosion. Bildrechte

Der US-amerikanische Katastrophenfilm 2012 unter der Regie von Roland Emmerich startet in Deutschland am 12. November 2009. In den Hauptrollen werden John Cusack, Amanda Peet, Danny Glover, Thandie Newton, Oliver Platt, Chiwetel Ejiofor und Woody Harrelson zu sehen sein. Der Film basiert auf der Idee, dass nach dem Ende der Langen Zählung des Maya-Kalenders die Welt im Jahr 2012 untergehen wird. Dabei greift der Film die von Charles Hapgood 1958 vorgestellte Hypothese der Erdkrustenverschiebung auf, die hier mit zahlreichen Begleitphänomenen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen) zum Weltuntergang führt.

Handlung

Der Film beginnt 2009 in einer Kupfermine in Indien. Der dort forschende Wissenschaftler Dr. Satnam Tsurutani informiert seinen amerikanischen Kollegen Adrian Helmsley, einen wissenschaftlichen Berater im Stab des US-Präsidenten, dass ungewöhnlich starke Sonneneruptionen eine Neutronenstrahlung ausgelöst haben, durch die unerwarteterweise die Temperatur des Erdkerns stark ansteigt. Berechnungen ergeben, dass bis zum Jahr 2012 die Erdkruste zu schmelzen beginnen wird und die dadurch ausgelösten Instabilitäten in Verbindung mit den resultierenden Tsunamis die Erdoberfläche unbewohnbar machen werden. Ein geheimes internationales Regierungsprogramm läuft an, um in China Archen zu bauen, mit denen ausgewählte Erdbewohner (und diejenigen, die bereit sind, 1 Milliarde Euro für einen Platz auf einer Arche zu bezahlen) gerettet werden können.

Kritiken

Emmerich malträtiert die Erde so gnadenlos, dass ein einigerma�en "gutes" Ende kaum vorstellbar ist. Doch ganz ohne Hoffnungsschimmer kommt auch "2012" nicht aus: "Am Ende des Films geht es um den Neubeginn", verspricht der Starregisseur. Vorher aber tobt sich der Master of Desaster nach Herzenslust aus. Die Actionszenen sind gewaltiger, als man es in vergleichbaren Filmen je gesehen hat, "Armageddon" kann getrost einpacken. [...] Erdbeben, Riesenwellen, Vulkanausbrüche, flammende Infernos, Meteoreinschläge, alles in einem Film. Wann hat man das schon mal? Fazit: Krachiges, ultralautes Effektspektakel über den Untergang der Welt, das alle Register des Katastrophenfilms zieht. Perfektes Popcornkino!

Cinema

 

Am 21. Dezember 2012 endet der Mayakalender. Das ist erst einmal ein Fakt. Wissenschaftler aber können den Hype um die Weltuntergangsstimmung nicht nachvollziehen, denn im Grunde besagt das Ende des Mayakalenders nur, dass er ab dieser Zeit wieder von Vorne beginnen wird, weil ihm schlicht und ergreifend die Zahlen ausgegangen sind. Der Mayakalender ist einer der ausgeklügelsten Kalender, was soviel hei�t, dass die Maya ein astrologisches Rechenwerk schufen, dass ihnen erlaubte treffsicher die Zeit einzuteilen, eben einen Kalender zu errechnen, der seinesgleichen sucht. Dies funktionierte leider aber eben genau bis 2012.

Was natürlich bedenklich erscheint, ist das Zusammentreffen der vorausgesagten Sonnenstürme just in dieser Zeit, die zwar nicht unbedingt verheerender sein müssten als frühere, die aber unsere technische Welt, von der wir abhängiger zu sein scheinen als von der Natur, kräftig durcheinanderbringen können.

Dem Menschen wird zwar nicht erst heute bewusst, wie abhängig wir von der Technik sind, aber durch die Abkehr von Weltreligionen hin zur New-Age-Bewegung, die "alte" Religionen wieder auferstehen lässt, wird der moderne Mensch plötzlich von �ngsten der alten Zeit gebeutelt. Eine Apokalypse, der Weltuntergang, das Jüngste Gericht scheint unauslöschbar in uns gespeichert zu sein, so wie es uns klar ist, dass jeder einmal sterben muss (private Apokalypse), so denken wir auch, dass die Menschheit an sich, und deshalb auch gleich die Welt (warum auch immer, als wenn die Welt ohne uns nicht weiter existieren würde) untergehen wird.

Da ist es nicht zu verwundern, wenn es einigen klugen Köpfen dank allgemeiner Weltuntergangshysterie gelingt, aus der Angst von Millionen auch Millionen an Geld zu scheffeln.

Da ja bekanntlich immer ein Restrisiko besteht, weil eben die Zweifel der Menschen, dass Sonnenstürme der Anfang des Endes bedeuten könnten, nicht ganz von der Hand zu weisen sind (es könnte doch möglich sein), und weil die ganze westliche Welt geimpft ist von christlichen Untergangsszenarien und esoterischer Gehirnwäsche (zumindest wei� heute jeder ein bisschen darüber Bescheid, sowohl vom Mayakalender wie auch von der Offenbarung des Johannes), kommt der Film gerade zur rechten Zeit.

 

Quellenangaben

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